Poliermittel-Mengen-Ratgeber: Du möchtest deinem Auto neuen Glanz verleihen und den Lack so richtig zum Strahlen bringen? Ob kleine Kratzer, matte Stellen oder einfach der Wunsch nach einem gepflegten Look – eine gute Politur ist die Lösung. Doch wie viel Poliermittel* braucht man eigentlich, und welche Schritte sind wirklich nötig, um ein perfektes Finish zu erzielen? In diesem Beitrag erfährst du, welches Poliermittel wann eingesetzt wird, wie du dein Polierpad richtig vorbereitest und welche Mengen du für jedes Fahrzeug optimal dosierst. Mit ein paar Profi-Tipps kannst du den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen und einem absolut glänzenden Ergebnis erreichen – lass uns loslegen!
In diesem Beitrag:
Welches und wieviel Poliermittel wird für die Autopolitur benötigt?
Für eine perfekte Autopolitur ist die richtige Menge und Art des Poliermittels entscheidend, um das beste Ergebnis zu erzielen und den Lack nicht unnötig zu strapazieren. Hier ist eine detaillierte Anleitung dazu, wie viel Poliermittel du pro Fahrzeug benötigst und wie du es effektiv anwenden kannst.
Auswahl des richtigen Poliermittels
Die Wahl des Poliermittels hängt stark davon ab, was du erreichen möchtest und in welchem Zustand sich der Lack befindet. Ist dein Lack bereits in einem sehr guten Zustand und hat nicht zwingend eine Politur nötig, so kannst du auch eine All-in-One Politur wie die Sonax Polish + Wax Color Politur* verwenden. Mit dieser bereitest du den Lack etwas auf und sorgst für einen Glanzeffekt. Willst du hingegen eine richtige Politur durchführen, benötigst du etwas mehr an Polituren.Mindestens 3 verschiedene. Hier eine kurze Übersicht:
- Schleifpolitur (Cutting Compound): Bei deutlichen Kratzern und Verwitterungen hilft eine Schleifpolitur, die obere Lackschicht zu entfernen und das darunterliegende, unbeschädigte Material freizulegen. Diese hat meist eine grobe Körnung und sollte nur bei tieferen Kratzern verwendet werden.
- Feinpolitur (Polishing Compound): Für leichte Kratzer, Swirls und zur Vorbereitung für eine Versiegelung eignet sich eine Feinpolitur. Sie ist weniger abrasiv und ideal, um den Lack zu glätten und den Glanz wiederherzustellen.
- Finish-Politur (Finishing Polish): Diese Politur eignet sich perfekt für den finalen Glanz, insbesondere bei dunklen Fahrzeugen oder nach einer Schleif- und Feinpolitur. Sie ist weniger abrasiv und sorgt für ein spiegelglattes Ergebnis.
Je nach Fahrzeug und Lackzustand kann eine Kombination dieser Polituren sinnvoll sein. Spricht man von einer richtigen bzw. von einer Profi-Politur, so wendet man alle drei Polituren an, denn nur so erhält man das beste Ergebnis.
Poliermittel Empfehlungen
Kürzlich habe ich drei Poliermittel aus der Sonax Profiline-Serie getestet, und ich kann sie uneingeschränkt empfehlen – die Ergebnisse waren einfach fantastisch!
- Sonax Profiline EXCUT 05-05 Schleifpolitur*: Perfekt für stärkere Kratzer und matte Stellen, diese Schleifpolitur entfernt selbst hartnäckige Lackfehler und schafft eine ideale Grundlage für den nächsten Schritt. Zum Sonax Profiline EXCUT 05-05 Schleifpolitur Test.
- Sonax Profiline EX 04-06 Finishpolitur*: Diese Politur eignet sich hervorragend, um den Lack auf Hochglanz zu bringen und Swirls sowie feine Kratzer zu entfernen. Das Finish ist beeindruckend glatt und glänzend. Zum Sonax Profiline EX 04-06 Finishpolitur Test.
- Sonax Profiline OS 02-06 Glanzpolitur*: Der finale Glanzbooster! Diese Politur zaubert einen tiefen, spiegelnden Glanz auf den Lack und verleiht dem Auto einen frisch-versiegelten Look. Zum Sonax Profiline OS 02-06 Glanzpolitur Test.

Mit diesen Produkten wird der Lack Schritt für Schritt aufbereitet – für ein professionelles Finish, das sich sehen lassen kann.
Tipp um beim Einkauf zu sparen
Profi-Poliermittel sind zwar oft kostspieliger, aber die Investition lohnt sich. Besonders bei kleineren Mengen, etwa 250 ml, zahlt man rund 11 €, während ein Liter nur etwa 25 € kostet – das macht sie auf lange Sicht deutlich günstiger und effizienter, vor allem wenn man öfter poliert. Die Preise können je nach Hersteller stark schwanken, aber generell gilt: Wer auf Qualität und Langlebigkeit setzt, spart durch den Kauf größerer Flaschen und profitiert gleichzeitig von einem gleichmäßig hochwertigen Polierergebnis.
Menge des Poliermittels pro Politur
Die Menge an Poliermittel, die du benötigst, hängt von der Größe des Fahrzeugs, dem Zustand des Lacks und den verwendeten Poliervorgängen ab. Hier einige Richtwerte:
- Kleinere Fahrzeuge (z. B. BMW Z4): Etwa 125 ml Poliermittel reichen aus, um das gesamte Fahrzeug zu polieren. Wenn der Lack besonders stark beansprucht ist oder du mehrere Durchgänge pro Abschnitt machst, können bis zu 250 ml nötig sein. (Meine Erfahrungen)
- Mittelgroße bis größere Fahrzeuge: Für einen SUV oder eine Limousine könnte der Verbrauch zwischen 200 und 300 ml liegen. Hier solltest du prüfen, ob der Lack viele Kratzer aufweist und eventuell mehrere Poliervorgänge notwendig sind.
Tipp: Lieber mit einer geringeren Menge beginnen und nach Bedarf mehr hinzufügen. Zu viel Poliermittel kann zu einer ungleichmäßigen Verteilung führen und den Polierprozess erschweren.


Vorbereitung und Auftragen des Poliermittels
Ein korrekt vorbereitetes Polierpad ist entscheidend für ein gutes Ergebnis:
- Vorbereitung des Pads: Trage zunächst etwa 6–8 haselnussgroße Mengen auf das Polierpad auf, um es vorzubereiten. So wird das Pad vollgesogen und bereit, das Poliermittel gleichmäßig zu verteilen.
- Nachfüllen des Pads während der Arbeit: Nachdem das Pad gesättigt ist, genügt eine kleinere Menge. Für jeden neuen Abschnitt, wie beispielsweise die Hälfte einer Stoßstange oder einer Türhälfte, reichen etwa 4 haselnussgroße Tropfen Poliermittel aus.
- Polieren nach Abschnitten: Teile das Fahrzeug in Abschnitte auf (z.B. Motorhaube, Stoßstange, Dach etc.) und arbeite Abschnitt für Abschnitt. So behältst du die Kontrolle und kannst die Politur gleichmäßig verteilen.

Reinigung und Pflege des Polierpads
Um beste Ergebnisse zu erzielen, muss das Polierpad sauber bleiben:
- Regelmäßige Reinigung: Bei längerer Nutzung lagern sich Rückstände des Poliermittels und Lackreste im Pad ab, was die Wirksamkeit der Politur vermindert. Reinige das Pad regelmäßig, etwa nach jedem Abschnitt oder je nach Verschmutzung.
- Druckluft zum Ausblasen: Verwende Druckluft, um das Pad zwischendurch gründlich auszublasen. So entfernst du festgesetzte Polierreste und Staubpartikel, die sonst zu unsauberen Ergebnissen führen können. Alternativ kannst du das Pad mit einem weichen Bürstchen reinigen, falls keine Druckluft zur Verfügung steht.

Tipps für ein optimales Polierergebnis
- Arbeite mit mäßigem Druck: Gerade bei der Feinpolitur sollte der Druck reduziert werden, damit das Mittel gleichmäßig verteilt wird und der Lack nicht beschädigt wird.
- Drehzahl anpassen: Bei Maschinenpolierern ist eine niedrige Drehzahl für die erste Verteilung des Mittels und eine etwas höhere für das Polieren ratsam. So erreichst du eine gleichmäßige Verteilung und besseren Glanz.
- Nachpolieren: Nachdem du den gesamten Wagen poliert hast, kannst du mit einem weichen Mikrofasertuch die Oberflächen abwischen, um eventuelle Polierreste zu entfernen und den endgültigen Glanz zu bewundern.
Diese Anleitung sollte dir helfen, ein perfektes Ergebnis zu erzielen und dabei die optimale Menge an Poliermittel effizient zu nutzen. Viel Erfolg bei der Autopolitur!


